Beruf: Grafiker    Was bleibt?

Da arbeitet man zwanzig Jahre als Grafiker und wenn man irgendwann Bilanz zieht, bleiben ein paar CDs und DVDs mit veralteten Logos, verstaubten Grafiken und altmodischen Prospekten und Katalogen übrig – nicht wirklich Dinge von bleibendem Wert. Arbeitet man zudem als Webdesigner oder entwickelt Bildschirmpräsentationen, hat man am Ende seines (Berufs-) Lebens möglicherweise gar nichts Greifbares mehr vorzuweisen. Umsomehr beneide ich z. B. erfolgreiche Maler, Designer oder Schriftsteller um ihr Tun, denn ihre Werke haben auch auf längere Sicht Bestand. Gelernt habe ich meinen Beruf noch mit Schneidemesser, Rapidograph, Klebstoff, Reinzeichenkarton und Reprokamera, also zu einer Zeit, als Grafiker im Prinzip noch ein Handwerksberuf war. Später haben Computer die gestalterischen Möglichkeiten zwar vervielfacht, allerdings empfinde ich die Tatsache, dass sich heutzutage jedermann (also auch der potentielle Kunde) für kleines Geld Computer und Software zulegen kann und dass viele Prozesse immer mehr automatisiert werden, als Bedrohung und wünsche mir manchmal ein bisschen von der Behäbigkeit früherer Zeiten zurück. Eines meiner Lieblingsthemen waren immer Illustrationen im Comic-Stil. Hier ein paar Beispiele aus der letzten Zeit:




























Die "Ordnungshexe" –
Werbefigur für eine Reinigungsfirma




























"Worldwide Communication" –
Plakat für den Chiphersteller OKI




























"Ideenklau am Arbeitsplatz"
Illustrationen für Grote & Hartmann





























Hochzeitskarte für Teamkollegen





























Verabschiedungskarte für Trainer